Mit dem Obst- und Gartenbauvereins Eisemroth unterwegs

Etwa 20 Natur- und Wanderfreunde des OGV Eisemroth trafen sich am 12. Mai zu einer weiteren Naturwanderung unter der Leitung von Wolfgang Hadel. Der Weg führte dieses Mal in den Schelder Wald.

W. Hadel erklärte wie üblich Nutz-, Heil- und Giftpflanzen am Wegesrand. Dabei wurden die Teilnehmer nicht mit zahlreichen Pflanzennamen abgefüttert, sondern über ausgewählte Pflanzen in ihren Lebensräumen und ihrer Bedeutung für die Menschen informiert. Viele Kulturpflanzen sind im Laufe von Jahrhunderten aus Wildformen gezüchtet worden, z. Bsp. Salat aus Löwenzahn oder Rhabarber aus Sauerampfer. Die Vermehrung von Pflanzen spielt für unsere Hobbygärtner eine große Rolle. W. Hadel erklärte, wie man mit wenigen Handgriffen Zierpflanzen und Sträucher durch Stecklinge und Absenker vermehren kann. Das eigentliche Leitthema dieser Wanderung war die Entwicklung von der Blüte zur Frucht. Der weibliche Teil der Blüte befindet sich im Fruchtknoten unten in der Blüte. Die männlichen Pollen gelangen auf die Narbe und transportieren  ihr Erbgut zur Eizelle durch einen hinunterwachsenden Schlauch. Natürlich gibt es zu jeder Pflanze die passenden Blütenpollen. Apfelblütenpollen werden nicht von Birnbaumblüten akzeptiert. Es ist wie bei einem Schloss, das nur mit dem richtigen Schlüssel geöffnet werden kann. Erst bei mikroskopischer Betrachtung erkennt man die bizarren Formen der Pollen. Die Früchte, die später aus dem äußeren Teil des Fruchtknotens heranwachsen, dienen eigentlich nur der Verbreitung. Die inneren Samen (Kerne und Steine) tragen die Erbinformation. Manche Samen sind so robust, dass sie den Darm eines Vogels unbeschädigt durchwandern können und dabei ihre Keimfähigkeit nicht einbüßen.

Der schöne und lehrreiche „Onnern“ wurde nach altem Brauch auf dem Birkenhof mit Rührei und Bauernbrot beendet.

Am kommenden Samstag (19.3.)ist am Naturlehrpfad oberhalb des Bürgerhauses ein Arbeitseinsatz ab 13 Uhr angesetzt.

Hier wurden in den letzten Jahren der jeweiligen „Baum des Jahres“ gepflanzt und Hinweisschilder mit den Merkmalen der Jahresbäume angebracht.

Es sollen die beschädigten Baumstämme für die Hinweisschilder erneuert werden, die marode oder auch mutwillig beschädigt wurden. Durch Sachbeschädigung sind ebenfalls die Hinweisschilder mit blauer Farbe besprüht worden; hier steht auch die Wiederherstellung auf der Erledigungsliste.